Die Wahl des richtigen Tackers erscheint einfach, doch die richtige Entscheidung hängt davon ab, was du befestigen möchtest, welches Finish du anstrebst, in welches Holz du schießen willst und wie häufig du das Gerät einsetzt. Außerdem ist es wichtig zu wissen, ob du einen Akku-Tacker oder einen Drucklufttacker verwenden möchtest. Ob du Sockelleisten montierst, einen Zaun baust oder Fassadenverkleidungen befestigst. Der Tacker muss zum Einsatzzweck und zum verwendeten Befestigungsmaterial passen. In diesem Blog erfährst du, worauf du beim Kauf eines Tackers achten solltest, welche Tackerarten es gibt und wie du sicherstellen kannst, dass alles optimal zusammenpasst.
Welche Tackerarten gibt es?
Tacker und Nagler gibt es in verschiedenen Ausführungen, jede für einen bestimmten Einsatzbereich entwickelt. Die häufigsten Arten sind:
- Brad-Tacker. Geeignet für feine Finish-Arbeiten wie Sockelleisten, Zierleisten und Glasleisten. Ein Brad-Tacker arbeitet mit kleinen Nägeln (Brads), die kaum sichtbar sind und einen kleinen Kopf haben. Die Stärke der Brads wird in „Gauge“ angegeben. Je niedriger die Gauge-Zahl, desto dicker sind die Brads und desto größer ist ihr Kopf.
- Klammertacker. Ideal für leichte Zimmerarbeiten, bei denen eine bessere Haftung als mit Brads erforderlich ist. Zum Beispiel für den Möbelbau, Kisten, Verkleidungsarbeiten, Dämmung oder Polsterarbeiten. Heftklammern sind in vielen Ausführungen und Größen erhältlich. Für das Befestigen von Polsterstoff oder Folie reichen kleine, feine Heftklammern aus, während für das Nageln von Kisten kräftige Klammern benötigt werden.
- Schwer-Klammertacker. Diese Nagler werden auch als Krammentacker bezeichnet. Sie schießen schwere, konstruktive Klammern. Das ist besonders nützlich für das Befestigen von Plattenmaterial, Gips- oder Fermacell-Platten sowie für Unterkonstruktionen. Diese Klammern haben in der Regel eine Rückenbreite von 10 bis 12 mm und werden von vielen Plattenherstellern vorgeschrieben. Alle schweren Klammergeräte findest du hier: Schwere Klammergeräte.
- Coilnailer. Verwendet Nägel auf Rolle, vor allem für Fassadenverkleidungen, Dachlatten, Unterkonstruktionen, Paletten oder große Holzkonstruktionen. Perfekt für intensiven Einsatz und hohes Arbeitstempo.
- Streifennagler. Vergleichbar mit dem Coilnailer, arbeitet jedoch mit Nägeln auf Streifen. Wird häufig im Holzrahmenbau und im Baugewerbe eingesetzt, zum Beispiel für Wände, Dächer und Böden.
- Akku-Tacker. Praktisch für den mobilen Einsatz ohne Druckluftschlauch. Geeignet für leichte bis mittelschwere und schwere Arbeiten. Akku-Tacker sind in der Regel schwerer und erfordern häufigere Wartung.
- Drucklufttacker oder Akku-Tacker. Ein Drucklufttacker arbeitet mit Druckluft über einen Schlauch und Kompressor. Ein Akku-Tacker hingegen ist schnurlos und benötigt weder Schlauch noch Kompressor. Der Vorteil eines Akku-Tackers liegt darin, dass kein Kompressor erforderlich ist und du schnell etwas befestigen kannst. Der Nachteil gegenüber Drucklufttackern ist, dass Akku-Tacker oft schwerer und größer sind, was die Handhabung erschwert. Außerdem haben sie häufig weniger Schlagkraft und sind störungsanfälliger als Drucklufttacker. Möchtest du wissen, welcher Tacker am besten zu deiner Aufgabe passt? Nutze dann das Nagler Beratungstool, um schnell den richtigen Typ zu finden.
Welchen Tackertyp brauche ich?
Die Wahl hängt vor allem vom Material ab, das du befestigen möchtest, und von der Art der Arbeit. Hier einige Beispiele aus der Praxis:
- Sockelleisten oder Zierleisten. Verwende einen Brad-Tacker mit Nägeln von 15 bis 50 mm.
- Fassadenverkleidung oder Zaunbretter. Ein Coilnailer mit Edelstahl- oder verzinkten Nägeln von 50 bis 90 mm.
- Dampfsperrfolie oder Polsterstoff befestigen. Wähle einen Klammertacker mit feinen Heftklammern von 8 bis 16 mm.
- Konstruktionsarbeiten, Unterkonstruktionen oder Unterböden. Greife zu einem Streifennagler oder Coilnailer mit Ringschaftnägeln für extra Halt.
Arbeitest du gelegentlich oder an Orten ohne Stromanschluss? Dann ist ein Akku-Tacker die naheliegende Wahl. Für den täglichen Einsatz auf der Baustelle bleibt der Drucklufttacker die zuverlässigste Option aufgrund seiner konstanten Kraft und Langlebigkeit.
Welchen Anschluss muss mein Tacker haben?
Jeder Drucklufttacker benötigt einen Druckluftanschluss für den Kompressor. Bei UnitSteel werden Tacker standardmäßig sowohl mit einer ORION- als auch einer EURO-Kupplung geliefert. Das bedeutet, dass dein Tacker immer auf den bereits vorhandenen Druckluftschlauch passt, unabhängig vom Hersteller. Du musst also keine zusätzlichen Kupplungen oder Übergangsstücke kaufen.
Möchtest du einen neuen Kompressor anschaffen? Achte dann auf Folgendes:
- Der Kompressor muss ausreichend Luft (L/min) für deinen Tacker liefern.
- Der Arbeitsdruck des Tackers liegt in der Regel zwischen 6 und 10 bar.
- Verwende immer einen Schlauch mit einem Innendurchmesser von mindestens 8 mm, um Druckverlust zu vermeiden.
Woher weiß ich, welches Befestigungsmaterial ich für meinen Tacker brauche?
Nicht jeder Nagel oder jede Heftklammer passt in jeden Tacker. Es ist wichtig, das richtige Befestigungsmaterial zu verwenden, da der Tacker sonst blockieren oder schlecht schießen kann. Achte immer auf:
- Den Nagel- oder Klammertyp, den dein Tacker verwendet, zum Beispiel Brad, DA-Nagel, Coilnail oder Klammertyp 80.
- Die Länge, die zum Einsatzzweck passt. Kurz für Finish-Arbeiten, lang für Konstruktionsarbeiten.
- Das Material des Nagels oder der Heftklammer. Zum Beispiel Edelstahl für Außenarbeiten und verzinkter Stahl für Innenarbeiten.
Im Zweifelsfall kannst du auch den Heftklammernassistent nutzen.
Verwende immer original oder gleichwertige Befestigungsmaterialien. Die Produkte von UnitSteel entsprechen der europäischen Norm EN14592:2008+A1:2012, wie im deutschen Bauordnungsrecht vorgeschrieben. Damit bist du sicher, dass du zuverlässige und feste Verbindungen in Holzkonstruktionen erstellst. Bist du unsicher, welches Befestigungsmaterial du benötigst? Nutze das Nagler Beratungstool, den Heftklammernassistent oder kontaktiere die Produktspezialisten von UnitSteel. Sie helfen dir gerne weiter.
Fazit
Beim Kauf eines Tackers ist es wichtig, auf die Art der Arbeit, den Einsatzzweck und das passende Befestigungsmaterial zu achten. Wähle einen Tacker oder Nagler, der zu deiner Anwendung passt, achte auf den richtigen Luftdruck und verwende immer Qualitätsmaterial, das den europäischen Normen entspricht. So kannst du sicher sein, dass du effizient, sicher und professionell arbeiten kannst. Jedes Mal wieder.